Internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung 2013
6. Februar 2013 in Welt
Der Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung findet am 6. Februar 2013 statt. Mit dem Tag soll auf die schweren Menschenrechtsverletzungen durch die kulturell verankerte Beschneidung weiblicher Genitialien aufmerksam gemacht werden. Der Aktionstag wurde 2004 von der First Lady von Nigeria, Stella Obasanjo, ausgerufen. Anschließend erklärte ihn die UN-Menschenrechtskommission zum internationalen Gedenktag.
Als Beschneidung weiblicher Genitalien, auch Mädchenbeschneidung oder Frauenbeschneidung genannt, werden Praktiken bezeichnet, bei denen weibliche Geschlechtsteile teilweise oder ganz entfernt werden. Solche Eingriffe werden an Personen vom Säuglings- bis ins Erwachsenenalter ausgeführt; in den meisten Fällen jedoch vor Beginn oder während der Pubertät.
Die Eingriffe werden ohne medizinische Gründe durchgeführt, sind meist mit starken Schmerzen verbunden und können schwere körperliche und psychische Schäden verursachen. Aufgrund dieser weitreichenden Folgen für Leib und Leben der betroffenen Mädchen und Frauen steht die Praxis seit Längerem weltweit in der Kritik von Menschen- und Frauenrechtsorganisationen. Zahlreiche staatliche Organisationen wenden sich gegen die Beschneidung und stufen sie als Verletzung des Menschenrechtes auf körperliche Unversehrtheit ein.
Die Praxis ist nach dem Strafrecht vieler Staaten - unter anderem aller Staaten der Europäischen Union - eine Straftat, wird dennoch in anderen Ländern, insbesondere in Afrika, durchgeführt.Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit zwischen 100 und 140 Millionen Frauen und Mädchen an den Genitalien beschnitten (Stand 2008). In Afrika sind in jedem Jahr etwa drei Millionen Mädchen von solchen Eingriffen bedroht. (Mit Material von: Wikipedia)