Der Aktionstag "Internationaler Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und seine Abschaffung" wurde 1998 durch die UNESCO proklamiert und findet jährlich am 23. August statt.
Sklavenhandel bezeichnet allgemein den Handel mit Sklaven; insbesondere ist damit oft die Versklavung der Schwarzafrikaner und ihr Transport über den Atlantik nach Nordamerika und in die Karibik gemeint. Ideologische Grundlage war unter anderem die Hamitentheorie, die die Überlegenheit der Weißen gegenüber den Schwarzen und anderen Menschen nichteuropäischen Aussehens wissenschaftlich zu beweisen versuchte.
1807 verbot Großbritannien den Sklavenhandel und bekämpfte von da an auch aktiv den Sklavenhandel anderer europäischer Staaten. Auf dem Wiener Kongress 1815 wurden Sklaverei und Sklavenhandel geächtet. Nach und nach wurden erst der Sklavenhandel und dann auch die Sklaverei von allen beteiligten Ländern verboten, sodass der Atlantische Sklavenhandel zum Erliegen kam. Mit dem Quintupelvertrag wurden am 20. Dezember 1841 in London ein wechselseitiges Anhalt- und Durchsuchungsrecht, gegenüber den unter den Flaggen der kontrahierenden Staaten fahrenden Schiffe, zum Zweck der Unterdrückung des Sklavenhandels und eine Beschlagnahme von Sklavenschiffen, in einem bestimmten Meeresgebiet um Afrika herum, festgelegt.
Im Zuge der Kolonisierung Afrikas drängten die europäischen Kolonialherren dort auch den orientalischen und innerafrikanischen Sklavenhandel allmählich zurück. Beide Händel existierten jedoch noch lange im Verborgenen weiter; in Saudi-Arabien wurde die Sklaverei erst 1968 offiziell abgeschafft.
Die heutige Sklaverei in Sudan sowie der Kinderhandel in Westafrika, wo laut Unicef 200.000 Kinder in Sklaverei leben, zeigen, dass Sklaverei auch heute noch existiert. (Mit Material von: Wikipedia, Lizenz: CC-A/SA)